Rückblick auf das Pfingstkonzert am 25. Mai 2026
Pfingstsonntag 2026
Es ist schon eine schöne Tradition des Lößnitzchores Radebeul, am Pfingstsonntag jeden Jahres zwei Auftritte zu absolvieren; zuerst an der Ausflugsgaststätte „Waldmax“ und dann, ein paar Stunden später auf der Hoflößnitz, gelegen am Fuße der Radebeuler Weinberge.
Seit ein paar Jahren besuche ich nach Möglichkeit wenigstens einen der beiden Auftritte; heute wurden es alle beide. Eigentlich in anderen Musikrichtungen „zu Hause“, habe ich seit dieser Zeit auch meine Liebe für diese Art Chormusik entdeckt. Kein Wunder, schließlich singt meine Frau mit in diesem wirklich tollen Ensemble.
Die Ankündigung auf der Facebookseite des Chores, dass ein Mix aus Frühlings-, Wein- und Scherzliedern erklingen wird, wurde erfüllt. Es wurden zwei kurzweilige Auftritte. Vom Kirchenlied übers Volkslied bis hin zu Kompositionen von Mozart und Carl Maria von Weber waren Musikstücke zu erleben. Es war für die verschiedensten Geschmäcker etwas dabei. Persönlich bevorzuge ich solche abwechslungsreichen Konzerte gegenüber themengebundenen, wie es sie insbesondere in der Weihnachtszeit gibt und da natürlich ihre unbedingte Berechtigung haben.

Dass die beiden Auftritte heute jeweils eine Stunde dauerten, kam sicher nicht nur mir als Zuhörer, sondern auch anderen im Publikum, gar nicht so vor. Die Zeit verging wie im Fluge.
Zugleich fiel es mir als Zuhörer auf, dass nicht alle der jeweils anwesenden Gäste dem Chor ihre volle Aufmerksamkeit widmeten, was mir persönlich für die Sängerinnen und Sänger leidtat. Natürlich ist es auch für die Chormitglieder bei einem Open-Air- Auftritt eine andere Herausforderung, zu singen, als in einem geschlossenen Raum. Sicher ist es dann für die Sängerinnen und Sänger schwerer, ein Gefühl für die Zuhörer zu bekommen.
Mehrfach war es auch diesmal wieder vorgesehen, Lieder gemeinsam mit dem Publikum zu singen; Chorleiter Eric Weisheit legte sich auch diesmal mit seiner lockeren, sympathischen Art ins Zeug, um Gäste zum Mitsingen zu animieren und anzuspornen. Dass eher wenige mitsangen, lag weder an ihm noch an dem Chor insgesamt. Wenn ich nicht immer selbst mitsang, lag das in einem Fall an Textunsicherheiten. Auch daran, dass ich persönlich ein paar andere Lieder zum Mitsingen bevorzugt hätte. „Kein schöner Land“ kann ich nicht, die anderen beiden, („Horch was kommt von draußen rein“ und „Wenn alle Brünnlein fließen“) sang ich vorsichtig mit. (Ich habe die Lieder für die Chormitglieder mit meiner Kamera aufgezeichnet, damit die Sängerinnen und Sänger später ihren eigenen Auftritt nacherleben können, und will mich ja nicht selbst in der Aufzeichnung hören.)
Schade fand ich auch dieses Mal, dass das Abschlusslied, das Lößnitzlied, nicht als mit dem Publikum gemeinsam vorgesehen war. Der Refrain ist für uns als Zuhörer sehr schnell einprägbar und würde, denke ich, durch den gesamten schwungvollen Charakter des Liedes zu einem vielleicht noch lebhafteren Abschluss des Konzerts geraten, wenn das viele mitsingen würden.
Unabhängig davon war es schön, den Lößnitzchor einmal mehr zu erleben.
Wie mir eine Mitsängerin des Chores dann auf der Hoflößnitz berichtete, hatte sie am Waldmax davon erfahren, dass manche Besucher der Gaststätte, die den Chor bereits früher erlebt hatten, schon ein paar Stunden, teils so gegen 10 Uhr, vor Beginn des Auftritts 13 Uhr, ankamen und das Personal fragten, von welchen Plätzen aus sie den Chor am besten sehen und hören könnten. Gibt es etwas Schöneres für einen Chor als ein solches Kompliment? Verdient ist es unbedingt.
Danke an jede Einzelne, an jeden Einzelnen von euch!
René Grießbach
